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Über Süchte

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Wenn du einfach nicht los kommst

Obwohl Alkohol in vielen Kulturen akzeptiert wird, ist Alkoholkonsum wesentlicher (Teil)Aspekt im Kontext von Tod, Krankheit und Verletzungen. Dies liegt an der Natur von Alkohol als psychoaktive Substanz, die zu körperlicher und psychischer Abhängigkeit führen kann. Das Nationale Institut für Alkoholmissbrauch und Alkoholismus gibt an, dass rund 7,2% der Erwachsenen an einer Alkoholkonsumstörung leiden. Dies kann auf verschiedene Ursachen zurückzuführen sein, einschließlich physischer, psychischer, genetischer oder Lebensstilfaktoren.

Symptome und Auswirkungen von Alkoholismus

Alkoholismus ist eine chronische Krankheit, die Menschen jeden Alters, und unabhängig von sozialem Status oder Einkommensniveaus betreffen kann. Für viele Menschen ist die Wirkung des Trinkens in bestimmten Maßen harmlos, aber für einige von uns kann ein exzessiver Konsum gefährlichen Folgen haben. Alkoholkonsum ist mit dem Risiko verbunden, gesundheitliche Probleme wie Leberzirrhose, einige Krebsarten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie psychische und Verhaltensstörungen wie Depressionen und Angstzustände zu entwickeln. Unbehandelt ist Alkoholismus eine fortschreitende Krankheit, die sich im Laufe der Zeit verschlimmert und sowohl dem Betroffenen als auch Angehörigen enormen Schaden zufügen kann.

Die häufigsten Symptome von Alkoholismus

  1. Beeinträchtigung des Gedächtnisses
  2. Extreme Stimmungsschwankungen
  3. Ausreden für das Trinken finden, z.B. um sich zu entspannen, mit Stress umzugehen oder sich normal zu fühlen
  4. Entzugserscheinungen
  5. Riskante Verhaltensweisen wie Trunkenheit am Steuer
  6. Das Ausmaß des Alkoholmissbrauchs leugnen
  7. Innere Unruhe, vor allem bei mangelndem Zugang zu Alkohol

Über Nikotinsucht

Wenn du nicht mehr ohne kannst

Nikotin wirkt sowohl als Stimulans als auch als Entspannungsmittel. Dies bedeutet, dass es unsere Emotionen beruhigen und unsere Gedanken fokussieren kann, was das Suchtpotential stärkt. Nikotin ist eine weit verbreitete, anerkannte und akzeptierte Droge. Vielen Menschen scheint es fast unmöglich, mit dem Rauchen aufzuhören, ohne professionelle medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Tatsächlich hat die “Weltgesundheitsorganisation” erklärt, dass Beratung und medizinische Unterstützung die Chancen verdoppeln können, eine erfolgreiche Behandlung der Nikotinsucht zu ermöglichen.

Symptome und Auswirkungen der Nikotinsucht

Die meisten Menschen sind sich bewusst, dass Rauchen schlecht für die Gesundheit ist – doch aufgrund des starken Nikotingehalts ist es extrem schwierig, mit dieser Angewohnheit zu brechen. Zigarettenrauch enthält rund 4.000 Chemikalien. Dazu gehören mindestens 250 Substanzen, die als schädlich gelten und von denen 50 nachweislich Krebs verursachen. Nikotinsucht und Rauchen schädigen fast jedes Organ des menschlichen Körpers und beeinträchtigen das Immunsystem. Die Nebenwirkungen von Nikotin können das Herz, die Hormone und das Magen-Darm-System betreffen.

Die häufigsten Symptome der Nikotinsucht

  1. Entzugserscheinungen (zittrige Hände, Schwitzen, Reizbarkeit oder schnelle Herzfrequenz)
  2. die Notwendigkeit in bestimmten Gewohnheitssituationen zu rauchen
  3. fortgesetztes Rauchen trotz sichtbarer Gesundheitsschäden

Über Drogenabhängigkeit

wenn Substanzen dein Leben beherrschen

Drogenabhängigkeit ist ein fortschreitender Prozess, da während des Krankheitsverlaufs das körperliche, geistige und emotionale Wohlbefinden zunehmend geschädigt wird. Eine süchtige Person ist nicht in der Lage, den Gebrauch von Substanzen zu kontrollieren, was potenziell tödliche Folgen haben kann. Nach Angaben der Vereinten Nationen leiden 29 Millionen Menschen an Drogenkonsumstörungen, was zu 200.000 registrierten Drogentoten pro Jahr führt. Die Dunkelziffer wird dabei weitaus höher geschätzt.

Symptome und Auswirkungen der Drogenabhängigkeit

Drogenabhängigkeit tritt auf, wenn eine Person psychisch und / oder physisch von Substanzen abhängig wird, zu denen illegale Drogen oder verschreibungspflichtige Medikamente gehören können. Man kann einen starken Zwang zum Drogenkonsum trotz negativer Folgen sowie die Unfähigkeit, allein durch Willenskraft aufzuhören, erfahren. Chronischer Drogenmissbrauch kann irreparable Auswirkungen auf die geistige und körperliche Gesundheit eines Individuums haben. Sie können sich je nach Art der Substanz, wie viel und wie oft sie eingenommen wird und dem allgemeinen Gesundheitszustand der Person unterscheiden. Die Folgen von Drogenmissbrauch und -abhängigkeit können weitreichend sein: Lungenerkrankungen, Schlaganfall, Hirnschäden, Herzerkrankungen…

Häufigste Symptome der Drogenabhängigkeit

  1. Abkehr von Freund*innen und Aktivitäten
  2. Veränderungen im Tagesablauf, Fokussierung auf Substanz
  3. Entzugserscheinungen
  4. Veränderungen der Persönlichkeit,  wie zum Beispiel mangelnde Motivation, Reizbarkeit und Unruhe
  5. Erhöhte Risikobereitschaft

Über Sex- und Liebessucht

Wenn die schönste Sache der Welt zum Zwang wird

Eine gesunde Einstellung zu Sex und Intimität ist etwas, das viele Menschen als normalen Teil des Lebens betrachten. Für manche Menschen können Sex und Liebe jedoch zu einem mächtigen Zwang werden, der fast unmöglich zu kontrollieren ist. Die Auswirkungen von Sex und Liebe können unsere Gehirnchemie ähnlich wie wie Suchtmittel verändern. Der Einfluss des Internets hat zu einer breiten Verfügbarkeit von expliziten Bildern, Videos und Websites geführt, die sexuelle Dienstleistungen anbieten. Es wird angenommen, dass diese Faktoren zu einer signifikanten Zunahme sexueller Störungen beigetragen haben. Schätzungen der Society for the Advancement of Sexual Health deuten darauf hin, dass etwa 3 bis 5 Prozent der Bevölkerung an Sexsucht leiden und eine Aufnahme in ein Sexsucht-Behandlungszentrum benötigen.

Symptome und Auswirkungen von Liebes- und Sexsucht

Liebes- und Sexsucht entwickeln sich wahrscheinlich aus einer Kombination von physischen, psychologischen, genetischen, biochemischen und sozialen Faktoren. Menschen haben oft Probleme mit dem Selbstwertgefühl, Schwierigkeiten bei der Bewältigung schmerzhafter Emotionen oder die Erfahrung von sexuellem Missbrauch gemacht. Unabhängig davon, ob eine Person eine stimmungsverändernde Droge verwendet, Sex hat oder sich intensiv verliebt, aktiv sind die selben Neurotransmitter. So wie chronischer Drogenmissbrauch zu Abhängigkeit führt, können der hohe Bedarf nach Sex oder serielle Beziehungen zu ähnlichen Ergebnissen führen. Menschen werden oft von intensiver Scham und tiefem Bedauern überwältigt. Diese negativen Emotionen können wiederum Auslöser für weitere zwanghafte sexuelle Aktivitäten werden.

Die häufigsten Symptome von Sex- und Liebessucht

  1. Ständiges Verlangen und das Suchen nach intimem Austausch
  2. intensive Beschäftigung mit Sexualverhalten oder vorbereitenden Aktivitäten
  3. übermäßig viel Zeit, die damit verbracht wird, Sex zu bekommen, sexuell zu sein oder sich von sexuellen Erfahrungen zu erholen.
  4. Die Notwendigkeit, die Intensität, Häufigkeit, Anzahl oder das Risikoniveau von Aktivitäten zu verbessern, um den gewünschten Effekt zu erzielen.
  5. Stress, Angst, Unruhe oder Reizbarkeit, wenn sie nicht in der Lage sind, sich auf sexuelles Verhalten einzulassen

Über Spielsucht

Wenn aus Spaß ernst wird

Viele Menschen finden, dass Freizeitbeschäftigungen wie Online-Spiele, Spielautomaten, Blackjack, Pferderennen oder ein Besuch im Casino Formen des Genusses sind. Wenn Unterhaltung jedoch in Sucht umschlägt, ist es für die meisten Betroffenen schwierig, die Abhängigkeit zu erkennen. Spielsucht ist eine psychische Störung, die das Leben eines Individuums zum äußersten Nachteil des geistigen und körperlichen Wohlbefindens bewegen sowie berufliche, materielle und familiäre Werte dominieren kann. Oft sind Schäden der körperlichen und geistigen Gesundheit die Folge, die unter anderem zu finanziellem Ruin führt. Eine gemeinsame Studie der Yale University und des CT Council on Problem Gambling  ergab, dass jeder fünfte Spieler, der sich an eine Helpline wendete, zuvor einen Selbstmordversuch unternommen hatte.

Symptome und Auswirkungen von pathologischem Glücksspiel

Ein pathologischer Spieler wird süchtig nach dem Nervenkitzel, immer höhere Beträge zu setzen und größere Risiken einzugehen, oft mit katastrophalen Folgen. Personen, die Probleme mit dem Glücksspiel haben, werden meist extrem unruhig und reizbar, wenn sie versuchen sich vom aktiven Spiel zu lösen. Sie leiden unter einem ähnlichen Kontrollverlust, Verleugnung und zwanghaftem Verhalten wie Menschen, die süchtig nach Substanzen wie Drogen oder Alkohol sind. Häufig führt eine Spielsucht zu anderen Süchten, die als Bewältigungswerkzeug dienen. Viele Spieler wenden sich Drogen, Alkohol und anderen Aktivitäten zu, um Ängste zu lindern, die durch ihre Spielsucht verursacht wird.

Die häufigsten Symptome des pathologischen Glücksspiels

  1. Streben nach Kontrolle
  2. Verleugnung der eigenen Aktivitäten
  3. Steigerung des zusetzenden Wertbetrags
  4. Gefühl der Hilflosigkeit, Schuld, Angst oder Depression
  5. Gefährdung oder Verlust wichtiger Beziehungen oder Arbeitsmöglichkeiten
  6. Fokussierung auf das Spiel, während andere Lebensbereiche vernachlässigt werden
  7. Selbstmordgedanken und -tendenzen
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